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Nach Organisation zahlreicher Veranstaltungen im Comedy- und
Kleinkunstbereich in den letzten Jahren in Kapfenberg entstand das Bedürfnis
nach mehr!
2009 findet COMICODEON bereits zum 13. Mal statt!
Folgende
internationale Künstler waren unter anderem bereits in der
"Comedy-Station-Kapfenberg" zu Gast:
| Yves Lebreton (I) | Paolo Nani (Dän) | Otto Wessely (F) |
| Yllana (E) | Microband (I) | Full House (USA/CH) |
| Leo Bassi (I) | Murph (USA) | Olivier Lendl (A) |
| Bolzano & Maleh (A) | Les Founambules (B) | Peter Shub (USA) |
| Alf Poier (A) | Helen & Henri Brugat (A/F) | Sintez Buff (RUS) |
| Jango Edwards (USA) | Heinz Zuber (A) | The Suits (D) |
| Du & Nichts (A) | Irrwisch (A) | Jörn Heypke (A) |
| Muckenstruntz&Bamschabl (A) | Steve Rawlings (UK) | Chris Lynam (UK) |
| Peter Buda (A) | Björn Fredrik (D) | Kabud (A) |
| Helfried (A) | Gardi Hutter (CH) | Fabien Kachev (F) |
| Clownduo CoCó (A) | Thomas Stipsits (A) | Fraser Hooper (GB) |
| Comicompany & Co (A) | Steinböck & Rudle (A) | Tris (A) |
| Les Bubb (GB) | Elliot (B) | Ko & Ko Clowntheater (A) |
| Hilde & Herbert (A) | Chaostheater Oropax (D) | Carlo Colombaioni (I) |
| Duo Diagonal (D) | Danvoy (B) | Peppe (E) |
| Los Excentricos (E/F) | Trifole (D) | Joseph Collard (B) |
| Gogol & Mäx (D) | MME (A) | Patrik Cottet Moine (F) |
| Carl Einar Häckner (SWE) | Zärtlichkeiten mit Freunden (D) | Sabine & Gerda (A) |
| Linaz (CH) | Johan Wellton (SWE) | Pepa Plana (CAT) |
| Men in Coats (GB) | Konsi Percussion (A) | Laura Herts (USA) |
Dieses künstlerische Potential, die sogenannten
„Comedy-Trains“, gilt es auszunutzen und einem noch breiteren
Publikum vorzustellen.
Comedy! Die komödiantische Körperkultur zwischen
Slapstick und Artistik, Pantomime und Musik ist im Kommen! Aber warum? Ein
Plädoyer ist gefragt!
Während im 20. Jahrhundert nach und nach "herkömmliche"
Sprechtheater im deutschen Sprachraum zusperren mussten, eröffnen nun
im 21. Jahrhundert neben kommerziell geführten Musicalbühnen, auch
zahlreiche Varietétheater.
Die sinnlichen Qualitäten mit ihren eigenen ästhetischen
Dimensionen dieser, in der Tradition des sogenannten Rauch- und Verzehrtheaters
stehenden Bühnen, sind wieder gefragt. Eine Art Besinnung auf die seelische
Befreiung des Lachens ist nach der literarischen Überladenheit des typisch
deutschen Kabaretts und der mit unbedingter Botschaft verbundenen
österreichischen Szene, wieder eingekehrt. "Unterhaltung ohne echtes
Anliegen" oder "Schenkelklopferei" - Ach! - Schalten wir doch
endlich einmal den Verstand aus! Das Pendel schlägt wieder in die andere
Richtung. Kabarettisten bangen um ihre Pfründe - wie schön!
Alte Formen (Clownerie, Zauberei, Artistik...) und Stilmittel
(Slapstick...) des Varietés werden in ein neues, moderneres Gewand
(Stand-up...) gesteckt - manchmal allerdings auch gezwängt - und mit "neuem" Namen
versehen - Comedy!
Comedy! Die äußerst innovative Theaterform mit den
besten Zutaten aus Akro und Batik, Slap und Stick, mit viel Panto und noch
mehr Mime - es ist geballtes Vergnügen, das mit viel Spek und voller
Takel, Action, Spaß und Musik über die Bretter, die die Welt bedeuten,
fegt.
Comedy! Die komödiantische Körperkultur zwischen
Akrobatik und Slapstick gab es in Deutschland und Österreich, den Ländern
der Dichter und Denker kaum. Anders ist die Situation in England, Italien,
Spanien, USA, Benelux... wie üblich halt!
Doch schon benutzen flinke Geschäftemacher, vor allem
im Bereich der Medien, den sich auftuenden Comedyboom. Als Beispiel sei hier
nur der "Fernsehschrott", der einem bei Privatfernsehstationen
geboten wird, erwähnt. Auch die Protagonisten selbst biedern sich an!
Aber: Comedy muss nicht "seicht" sein!
Einen kleinen Beitrag dazu möchte Comicodeon leisten!
Die Forderung muss daher lauten: Weg vom Schrott der privaten
Fernsehsender - obwohl diese wiederum dem Genre geholfen haben im deutschsprachigen
Raum auf die Beine zu kommen. Aber gerade deswegen: Hin zu einer neuen Qualität
der Komikkunst. Hin zu mehr ästhetischer Erziehung, mehr komödiantische
Leidenschaft und generell mehr Engagement für die Künste insgesamt
- es kommt denen, die es tun und genießen, ebenso zugute wie jenen,
die als Schöpfer von komödiantischen Kunstwerken auf Förderung
angewiesen sind.